Lebensraum Skulpturengarten
Kunst trifft Biodiversität: Das Rehmann-Museum verwandelt seinen Skulpturengarten in einen lebendigen Naturgarten
Das Rehmann-Museum in Laufenburg schlägt ein neues Kapitel in der Verbindung von Kunst und Ökologie auf. Mit dem Projekt «Lebensraum Skulpturengarten» wird die rund 1’300 m² grosse Aussenanlage des Museums zu einem Vorzeigeprojekt für Biodiversität und Klimaanpassung im Siedlungsraum umgestaltet. Im Dialog mit den markanten Plastiken des Bildhauers Erwin Rehmann (1921–2020) entsteht ein dynamisches Ökosystem, das Natur- und Kunstbegeisterte gleichermassen anspricht.
Ein Refugium für seltene Arten
Die einzigartige geologische Lage Laufenburgs, wo der Schwarzwaldgneis offen zu Tage tritt, bildet die Basis für dieses ehrgeizige Vorhaben. In Zusammenarbeit mit dem Jurapark Aargau und der Fachfrau für naturnahen Gartenbau, Katja Sattler (setzholz.ch), werden gezielt Lebensräume für bedrohte Arten geschaffen.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Grauen Fingerkraut (Potentilla inclinata), das in Laufenburg eines seiner letzten natürlichen Vorkommen in der Schweiz hat. Durch die Schaffung von Felsenbeeten und Pionierfluren bietet das Museum dieser stark gefährdeten Pflanze eine neue Heimat. Ebenso wird das Areal für Glühwürmchen optimiert: Durch den bewussten Verzicht auf nächtliche Beleuchtung und die Schaffung von Ast- und Steinhaufen entstehen wertvolle Rückzugsorte für die leuchtenden Botschafter einer intakten Umwelt.
Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität
Das Projekt reagiert auch auf die klimatischen Herausforderungen. Durch die Pflanzung klimaresistenter Wildstauden und schattenspendender Bäume wird das Mikroklima im Garten verbessert. Besuchende können die Kunstwerke Erwin Rehmanns künftig in einer kühleren, grünen Oase erleben, die auch an heissen Sommertagen zum Verweilen einlädt.
Ein Ort des Lernens und Erlebens
Der Skulpturengarten soll kein abgeschlossenes Reservat sein, sondern ein lebendiger Lernort. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Umgestaltung. Geplant sind:
- Kulinarik:Landschaft verspeisen: Am 7. Juni, 14-18 Uhr zeigt Sonja Wunderlin (Naturheilpraktikerin), wie schmackhaft Biodiversität sein kann.
- Partizipative Events: Heisse Arbeit - kühler Schatten: Am Sonntag, 21. Juni, 14-17 Uhr gehen wir gemeinsam gegen invasive Pflanzen vor und gleichzeig erfahren wir am eignen Körper, wie Hitze unseren Lebensraum verändert.
- Digitales Erleben: Ein Audioguide wird künftig Hintergründe zu den Skulpturen und den ökologischen Besonderheiten liefern.
Starke Partnerschaften
Das Projekt ist Teil des Reallabors Jurapark Aargau im Rahmen des Experiments «Grünflächen der Zukunft». Unterstützt wird das Vorhaben von lokalen Partnern wie der Leuenberger AG Gartenbau sowie Experten des Vereins Glühwürmchen Projekt und kantonalen Fachstellen.
Das Rehmann-Museum setzt damit ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit und zeigt auf, wie öffentliche Räume durch gezielte Massnahmen ökologisch aufgewertet werden können, ohne ihren ästhetischen Reiz zu verlieren.
Unterstützung
Wir danken folgenden Partnerinnen und Stiftung für die grosszügige Untersützung:
- Swisslos Argau
- Lebensraum Aargau
- UmweltengAGement
- Serge O. I. Lunin Stiftung
- Margarethe und Rudolf Gsell Stiftung
ERWINS Bistro und Garten

Wo Kunst und Genuss sich treffen
Entfliehen Sie dem Alltag in unserer Wohlfühloase direkt am Rhein! Am Wanderweg Laufenburg-Bad Säckingen gelegen, überrascht Sie der Skulpturengarten des Rehmann-Museums mit einer einzigartigen Verbindung von Kunst, Natur und entspanntem Genuss.
Geniessen Sie die einzigartige Atmosphäre inmitten des Skulpturengartens. Im Herzen der ehemaligen Werkstatt des Bildhauers Erwin Rehmann servieren wir Ihnen köstliche Kleinigkeiten oder selbst gebackene Süssigkeiten zum Naschen.
Lassen Sie sich von diesem inspirierenden Kontrast überraschen und gönnen Sie sich eine entspannte Auszeit vom Alltag.
Geöffnet: Mittwoch bis Sonntag 14-17 Uhr, während der Museumsöffnungszeiten
Für Anlässe und Möglichkeiten zur Miete des Gartens und des Rehmann-Museums siehe für mehr Informationen hier.

