Mo Diener – Hologramm
Mo Diener - Hologramm
29. August bis 13. Dezember 2026
Vernissage Freitag, 28. August 2026, 19 Uhr
Das Versteckte ermöglicht Mo Diener die absolute Sichtbarkeit. Als Künstlerin, Aktivistin, Forscherin agierte sie oft als Teil einer Gruppe und verzichtete auf Einzelausstellungen. Der Blick zurück, archivisch auf das eigene Werk und archäologisch vor Ort, erlaubt nun eine neue Form der Präsenz. Mo Diener zeigt im Rehmann-Museum Videos, Videoinstallationen, Zeichnungen, Objekte und Fotografien aus vier Jahrzehnten. In dieser von spekulativen Erzählungen und Träumen geprägten Werkschau tritt sie in Dialog mit einer Archäologin, die die tiefgründige Geschichte des Bodens unter dem Museum und seiner Umgebung aufzeigt. Mittels Hologramm werden Figuren und Erzählungen in räumlich animierten Installationen sichtbar und treten lebhaft vor uns.
Mo Diener, geboren 1961 in Horgen, lebt und arbeitet in Zürich. Sie ist eine Performance- und Medienkünstlerin, deren Praxis sich an der Schnittstelle von feministischer und dekolonialer Kritik, verkörperter Forschung und transdisziplinärer Untersuchung entfaltet. Aktiv seit Ende der 1980er Jahre hat sie Performances, Interventionen, Videoarbeiten und Installationen geschaffen, die in der Schweiz und international gezeigt wurden. Sie studierte an der Universität Zürich ab 1983 Ethnologie, Kulturanthropologie und Vergleichende Religionswissenschaft, besuchte anschliessend in Zürich die F+F Schule für Kunst und Design, bildete sich an der HEAD in Genf in Videokunst weiter, und schloss 2014 ein Kunststudium an der Zürcher Hochschule der Künste mit einem Master ab. Sie war Mitbegründerin des Roma Jam Session art Kollektivs (2013–2023) und betreut seither dessen Archiv.